Bannerwerbung – ein Muss?

Lieber Leser,

jeder kennt Bannerwerbung und wenige klicken drauf.

Damit ist ja eigentlich schon alles gesagt, oder?

Machen Sie mal die Probe aufs Exempel. Kleben Sie sich ein Post-It in die Nähe der Tastatur (nein – nicht auf den Bildschirm :-) !) und machen Sie jedesmal, wenn Sie selbst auf Bannerwerbung klicken, einen Strich. Wenn nach einem Monat das Blatt immer noch leer ist, dann können Sie selbst beurteilen, wie effektiv diese Werbeform ist. Keine Angst wenn das Zettelchen alt und unbenutzt wird, denn da es schon gelb ist, merkt man gar nicht, wie es vergilbt.

Viele Studien belegen, dass der Mensch Werbung sehr schnell als solche erkennt. Diese Erkenntnis ist wesentlich schneller als die Werbebotschaft überhaupt wahrgenommen wird. Besonders fies wird sie allerdings, wenn sie sich in Form von Layerfenstern über den gewünschten Text, den man eigentlich lesen wollte, schiebt und nur mit einem Klick auf das kleine X wieder geschlossen werden kann. Ganz findige Mediadesigner gehen inzwischen sogar so weit, dieses Kreuzchen, welches jeder Benutzer zum Schliessen eines Fensters erkennt, mit der Zielseite der Werbung zu verlinken.

Selbstverständlich bestätigt die Ausnahme die Regel, denn Klicks auf Werbebanner werden immer noch ausgeführt, aber die Effektivität solcher Werbebotschaften steht schon lange nicht mehr im Verhältnis zu den Kosten.

Professionelle Flashanimationen, die sich oben und rechts der eigentlichen Website die Mühe geben, um jeden Preis Aufmerksamkeit zu erregen, kosten übrigens nicht nur beim Einblenden sehr viel Geld, sondern verschlingen Unmengen an finanziellen Mitteln bei der Produktion, die für effektivere Werbung ausgegeben werden könnte.

Dies ist auch einer der Gründe, warum die weltweit erfolgreichste Firma bei Online-Werbung ganz ohne Grafiken und blinkende Banner auskommt: Google.

Aber gibt es – ausser Google Adwords – auch Alternativen? Selbstverständlich und sie sind wesentlich konventioneller als man denkt:

Textlinks in redaktionellen Beiträgen sind ein gutes Beispiel dafür. Der Leser befasst sich bereits mit einem Thema, das ihn interessiert und bekommt einen Link an dieser Stelle angezeigt, der dazu passt. Er ist dabei nicht nur eher gewillt, diesen Link aufzurufen, vielmehr geht er korrekterweise auch davon aus, dass die Information etwas damit zu tun hat, mit dem er sich gedanklich sowieso gerade beschäftigt.

Insgesamt kommen damit weniger Klicks auf Ihre Seite zustande, dafür aber qualitätiv um Welten bessere.

Wenn ich auf einer Website einer grossen Tageszeitung bin, weil ich (männlich) mir die aktuelle Wetterprognose durchlesen will, dann interessiert mich ein Hippie-Kleid (für Frauen) von einem grossen Versandhändler herzlich wenig und ein Klick auf den Banner ist ungefähr so weit entfernt wie der Planet Neptun.

Wenn Sie denken, dass Textlinks in redaktionellen Beiträgen für Ihr Angebot nicht zu bekommen sind, dann folgenden Tipp: Schreiben Sie die Berichte einfach selbst; oder lassen sie schreiben. Solche Berichte können über Presseagenturen (z.B. kostenlos über OpenPR) lanciert werden und/oder Sie machen sich die Mühe, diese Berichte an die Redaktionen zu versenden.

Aber auch Kurzmeldungen und Berichte auf regionalen Websites, z.B. der gutbesuchten Websites von Vereinen, der Gemeinde-Website oder ähnlichen, werden oft gerne publiziert und haben einen wesentlich höheren Wirkungsgrad als irgendeine Bannerwerbung auf einer blinkenden Website, die nicht viel mit Ihnen zu tun hat.

Seien Sie kreativ und sprechen Sie mit Freunden in Ihrer Umgebung auf welchen Websites diese sich so umschauen oder fragen Sie sie um ihre Ideen, wo eine Veröffentlichung möglich wäre. Diese Seiten könnten nämlich ideal und sehr erfolgreich für Ihre Werbung sein. Vielleicht haben auch wir eine gute Idee dazu.

Herzliche Grüsse

Daniel Haug

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